Schlagwort-Archive: Cyanotypie

[Shop] Gleise

„Die schwarzen, parallellaufenden Geleise darauf glichen in ihrer Gesamtheit einer ungeheuren eisernen Netzmasche, deren schmale Strähne sich im äußersten Süden und Norden in einem Punkte des Horizontes zusammenzogen.“ ( Bahnwärter Thiel, G. Hauptmann)

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 === Die Cyanotypie Baumwolltasche mit dem Windmühlen-Motiv gibt es hier zu kaufen. ===

[Shop] Federleicht

Bei mir dreht sich zur Zeit alles um die Farben Blau und Grün. Farblich abgestimmt habe ich daher auch meinen Shop und ein paar neue Stadtkartenanhänger mit viel Wasser sind nun mit dabei. Die Anhänger sind wie immer mit einer glasklaren Kunstharzschicht versiegelt und glänzen um die Wette.

Eine Neuheit im Shop ist ein bronzefarbener Anhänger mit einer schönen Cyanotypie einer Feder. Ich trage ihn selber schon voller Freude und bin hin und weg! <3

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=== Hier kannst du den Feder Anhänger kaufen! ===

[Cyanotypie] Hands and a Feather

Übers Wochenende habe ich wieder fleißig herumexperimentiert und ein paar Kleinigkeiten im Prozess verändert (Schwammroller zum Auftragen gekauft, glattes statt raues Papier, …) und meine Cyanotypien werden immer besser.
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In der Belichtungszeit muss ich nicht ständig auf die Bilder achten, sondern kann auch einen Kaffee trinken, Kaninchen füttern oder einen Anhänger zum Versand vorbereiten. cyanotypie_2 cyanotypie_3

Ich habe auch versucht, etwas anderes als Negative auf die Fotos zu legen, hier zum Beispiel eine echte Feder.

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So sieht das Bild kurz vor der Wässerung aus. cyanotypie_5 cyanotypie_6//These are my weekend experiments. So far my best cyanotypes.

 

[Cyanotypie] Sir John Herschel’s Miracle Mixture

past&pleasant stellt euch heute „Sir John Herschel’s Miracle Mixture“ vor! Eine wunderbare Chemie, die Fotos auf Papier zaubert, ganz ohne Dunkelkammer. Ein Spaß für alle, denn der über 150 Jahre alte Prozess ist wirklich einfach und ermöglicht, ein eigenes kleines (blaues) Kunstwerk innerhalb kürzester Zeit in Händen zu halten.

Die zwei abgebildeten Flüssigkeiten werden zusammengemischt und durch eine chemische Reaktion lichtempfindlich.

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Nachdem die lichtempfindliche Flüssigkeit abgemischt ist, wird sie in dämmrigem Licht auf dickes (z.B. aquarell) Papier aufgetragen und getrocknet. In meiner Angst vor Belichtung habe ich die Chemie im komplett dunklen Raum aufgetragen, deshalb der *total gewollte* Fleckenrand.

Das Foto muss invertiert auf eine (Overhead)-Folie ausgedruckt werden (Negative von Analogfilmen sind für diesen Zweck zu klein). Hierfür können analoge, aber natürlich auch digitale Fotos benutzt werden. Ich konnte mich nicht sofort für eines meiner Fotos entscheiden, also musste für den Testlauf erstmal Bill Murray herhalten, hihi.

Das Negativ wird dann auf das lichtempfindliche Papier gelegt und zwischen Glas und Holzrückseite eines Bilderrahmens geklemmt, um nicht zu verrutschen. Belichtet wird dann im Tageslicht, zum Beispiel auf der Fensterbank oder draußen im Park. Belichtungszeit: Je nach Lust, Laune, Zeit und Farbe. Also in strahlendem Sonnenschein sollte das Bild nach ca. 10 min. fertig sein. Da ich aber bei dicken Schneewolken belichtet habe, hat es 60 min. gedauert, bis etwas passiert ist.  Überbelichten ist kaum möglich, also wiederum ein Punkt der das Ganze sehr simpel hält.

Danach einfach mit Wasser ausspülen bis die weißen Stellen reinweiß sind (kein Entwickler, Fixierbad usw. notwendig).

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Ich bin begeistert! Es lassen sich noch viele tolle Dinge damit machen, aber das zeige ich demnächst.

(Lust bekommen, es selber auszuprobieren? Meldet euch bei mir! Ich würde dieses tolle Verfahren gerne jemandem beibringen, eventuell auch mal einen Workshop dazu machen.)